13 erstaunliche Facts über Kambodschaner

Töfflinutzer

Es ist leicht, die Kambodschaner ins Herz zu schliessen: Freundlich, zuvorkommend, lustig, neugierig, ehrlich und wissbegierig begegnen sie uns. Kaffeebraune Haut, klein und zierlich, mit wunderschönem, schwarzem Haar. Wir werden Land und Leute vermissen – trotz oder grad wegen diesen 13 lustigen Eigenheiten.

1. Töfflinutzer
Der Kambodschaner transportiert alles auf dem Scooter. Und davon möglichst viel. Reissäcke, Matratzen, Klimaanlagen, 25 lebende Hühner, geschätzte 300 Baguettes oder auch die ganze Familie: Frau, Bruder und drei Kinder. Ein selten eleganter Anblick bietet dem schockierten Westlerauge auch schon mal eine zwischen dem Lenkrad improvisierte Hängematte zum Transport des Babies.

2. Geisterfahrer
Auf Kambodschas Strassen sind dann auch vorwiegend Scooter zu sehen. Und der Verkehr funktioniert hier nach ganz eigenen Regeln: Gar keinen. Jeder fährt seine Route, der Weg ist die Lücke. Geisterfahrer sind ein gewohnter Anblick. Hupen bedeutet «Achtung, ich fahre jetzt hier durch»; Dauerhupen «Entschuldigung, ich habe ein Auto (gerne Hummer, Porsche, BMW oder Lexus), bitte nicht berühren und zerkratzen».

3. Sockenfans
Es ist heiss, aktuell um die 40 Grad. Doch der Kambodschaner trägt Socken in den Flip-Flops. Damit die Füsse nicht staubig werden. Es ist schwül, es weht oft kein Lüftchen, das frische T-Shirt hat nach drei Minuten Schweissflecken. Doch die Kambodschanerin trägt eine Mütze. Wegen dem (Fahrt-)Wind. Als unverständliches Phänomen erscheinen uns auch die äusserst beliebten Plüsch-Trainingsanzüge. Synthetische, lange Hose und Langarm-Oberteil bei dieser Hitze? Und doch, die Kambodschaner finden schon auch, es sei heute wieder sehr heiss.

4. Sportmuffel
Sicher zu heiss, um sich sportlich zu betätigen. Mit Bewegung hält es der Kambodschaner ähnlich wie Churchill: „No sports“. Zugegeben, in den frühen Morgenstunden, zwischen 4 und 5 Uhr, sieht man einige Kambodschaner dem Fluss entlang „joggen“. Wir würden sagen, schnellen Schrittes laufen. Anschliessend folgt ein kurzes, theatralisches Dehnen und Erschöpfungsgestöhne – vermutlich vor dem währschaften Frühstück, das man sich jetzt verdient hat.

Workout

5. Tierliebhaber
Der Kambodschaner mag Tiere. Vorwiegend auf dem Teller. Und wirklich alles davon: Hühnerkopf- und -füsse, auch Innereien schwimmen in der Suppe. Die Tiere sind ein ganztägier Genuss: Bereits zum Frühstück verzehrt der Kambodschaner Fleisch in seiner Nudelsuppe. Zu weiteren Leckereien hierzulande zählen Spinnen, Ameisen, Fliegen und Frösche. Katzen hingegen würden nicht mehr so häufig gegessen, meinte ein Khmer, und Hunde würden sowieso nur von Vietnamesen aufgetischt.

Tierliebhaber

6. Lautesser
Seinen Essengenuss zelebriert der Kambodschaner bei offenem Mund mit lautem Schmatzen und Schnalzen. Anschliessendes Mehrfachrülpsen ist ein Muss.

Spieler

7. Mehrfachhandybesitzer
Mit Vorliebe maximal laut sind auch die Handys des Kambodschaners. Davon besitzt er gleich mehrere, im Schnitt sind es drei Stück mit Prepaid-Karten von unterschiedlichen Anbietern. Damit dann auch wirklich immer und überall die Netzabdeckung gewährleistet ist. Der Kambodschaner ist ein gemütlicher Mensch: Auch wenn ein oder zwei Telefone mit schrillstem Gepiepe klingeln, beendet er zuerst den Schwatz mit dem Kollegen. Das Handy hält man zum telefonieren übrigens zehn Zentimeter weg vom Ohr. Der Lautstärke oder der Schweissperlen wegen, die man nicht auf dem Display möchte? Und noch etwas: Die Lautlos-Taste gibt es hier nicht.

8. Sitzungstouristen
Das gilt vor allem auch bei Sitzungen. Während wir mit hochrotem Kopf peinlich berührt das klingelnde Telefon raschmöglichst ausschalten würden, lässt es der Kambodschaner klingeln oder antwortet gar während der Sitzung. Gut möglich, dass er den Raum zwischendurch auch mal wieder verlässt; wahrscheinlich, dass er zu spät kommt. Und sehr häufig schläft er ein.

9. Krallenträger und Segelflieger
Der Kambodschaner mag Fingernägel. Sehr lange Fingernägel. Spitz gefeilt wie in den 80iger Jahren. Lackiert sind sie aber nicht. In Kombination mit den häufig abstehenden Ohren ein sehr eigener Anblick. Der allerdings nicht selten charmant wirkt.

10. Raumabdunkler
Je weniger Fenster, desto besser. Denn dann braucht man weniger Vorhänge, um den Raum abzudunkeln – Tageslicht stört hier. Die Vorhänge sind immer aus glänzendem, synthetischem Stoff. Ebenso die fancy Tischtücher.

11. Bubble-Tea-Trinker
Fast so fesch und angesagt wie Plüschkleidung sind die Bubble Teas. Die überzuckerten Süssgetränke – erhältlich in verschiedensten künstlichen Fruchtaromen (nein, nicht frischer Fruchtsaft) mit den Jelly-Stückchen. Etwa so wie die dreifache Menge Himbeersirup mit Gummibärli. Inwiefern die Zahnärztelobby dahinter steckt, sind wir noch am abklären.

12. Spieler
Der Kambodschaner spielt leidenschaftliche gerne Kartenspiele. Meist eine Mischung zwischen «Tschau-Sepp» und «Poker» wobei zünftig gezockt wird. Ein Spiel nach dem Mittagessen kann dann gut und gerne eineinhalb Stunden dauern. Der Spassfaktor ist weder zu übersehen noch zu überhören. Mit ganz grossen Gesten werden die Karten auf den Tisch geknallt, begleitet von lautem und erstaunlich schrillem Männerlachen.

Spieler

13. Singer
Auch sonst ist der Kambodschaner ein sehr sozialer Mensch, der gerne feiert und singt. Karaoke ist gross hier. An der Anzahl Anlässe könnte man meinen, es trainiere fast jeder auf seine Kandidatur bei «The Voice Of Cambodia» hin. Sicher ist, die Welt wird noch viel hören von Kambodscha und seinen liebenswerten Khmer.

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